Flohmarkerlebnisse

von Birgit Seitz zusammengefasst und niedergeschrieben

 

Hallo Ihr Lieben,

 

hier kommt er nun, der kurze (?) Bericht über unseren Flohmarktverkauf am Sonntag, den 25.05. auf dem Harz & Heide – Gelände.

 

Zunächst trafen Anke und ich uns bei der Brunsviga, um auch zusammen mit beiden Autos am Flohmarktgelände anzukommen. Kurz vor 9 waren wir dort, es war eigentlich schon ziemlich voll, trotzdem sind wir zumindest mit einem Auto direkt an den Platz gefahren, die Kartons aus dem zweiten Auto mussten wir zu Fuß ranschleppen.
Tische aufgebaut, Sonnenschirm kaputtgemacht (auweia, es kündigte sich ja blendendes Wetter an), Kaffee daheim vergessen (mpf!), Tische bestückt, schon während des Aufbaus gefühlte 20 Anfragen nach dem „Büssing“ … ein Revell-Bausatz für einen LKW, gespendet von Ralf. DER Eyecatcher für Männer jeden Alters.
Fast gleich viele Anfragen gab es nach dem Preis für einen Brotbackautomaten … aber weil noch keine ernstzunehmenden Angebote dabei waren und der Tag ja noch jung, haben wir erstmal abgewartet.

 

Es wurde warm, es wurde wärmer, irgendwann haben wir uns erstmal mit Faktor 50 eingeschmiert. Um es gleich vorweg zu nehmen: Nee, hat nicht wirklich was genützt. Im Auto hatten wir noch einen Regenschirm, den ich dann tapfer festgehalten habe (hat bestimmt völlig meschugge ausgesehen, war aber völlig egal). Anke wollte und wollte nicht mit unter den Schirm. Das Ergebnis: Die Memme (also ich) hat zwar einen Haltungsschaden, aber die Heldin (also Anke) zumindest gerötete Stellen.
Aber auch hier: egal.

 

Toll waren die beiden Ordner vom Veranstalter, die uns ja zuerst den Platz zugewiesen haben. Unseren Versuch, gleich einen guten Preis rauszuschlagen (sie tun ein gutes Werk, wir machen das hier nicht wegen uns, sondern den Tieren zu Liebe), mussten sie verständlicherweise erstmal abwürgen, dass die Regeln nun mal so sind, wie sie sind, sonst würde ja jeder eine Geschichte erzählen können. Als sie dann aber kamen, um für unsre 6 Meter Tapeziertische die Gebühr einzutreiben, haben sie bestimmt das Infomaterial vom Verein und die Einladungen für das Tierschutz-Open-Air erblickt … und *schwupp* … plötzlich nur noch 3 Meter gesehen. Wir waren völlig begeistert und dankbar. DEN Gegenwert können wir doch gleich wieder ganz wunderbar einsetzen.

 

Und überhaupt gab es Augenblicke, die uns wirklich gefreut haben und uns gezeigt haben, dass es sich nicht nur finanziell lohnt, sich da mal einen Sonntag auf den Flohmarkt zu stellen, sondern auch menschlich. Aufmunternde Worte, nette Hilfe von „Marktnachbarn“, kurze Gespräche und manches „da brauchen wir nicht handeln“ … Flohmarkt ist doch eine eigene, fast familiäre Angelegenheit. Manchen Kunden hätten wir zwar auch gerne wegen Dreistigkeit zum Mond geschossen, aber die schönen Momente haben doch überwogen.

 

Irgendwann kamen dann Ralf, Dominique und Tobias (Familie von Anke) und versorgten uns mit Kaffee und Mittagessen. Robin und Tanja (Sohn von Birgit und Freundin) waren später dann auch noch kurz zu Besuch und zwischendurch gab es auch immer noch mal ein paar bekannte Gesichter, die uns wiedererkannt haben. Eine junge Frau hat uns sogar fotografiert …. Das war noch recht früh am Tag, hinterher sahen wir dann doch ein bissel geschaffter aus . (Foto folgt)

 

Von den genähten Taschen wurde leider nicht eine einzige verkauft. Was mich jetzt aber nicht sonderlich frustriert, vielleicht ist ein Basar (bzw. das Tierschutz-Open-Air) doch der bessere Ort dafür, solche Dinge zu verkaufen. Die Tische waren schließlich auch recht voll, obwohl ich ja vorher noch befürchtet hatte, dass wir nicht genug dabei haben könnten.
Zumindest hatten wir eine gute Mischung und immer Interessenten am Tisch. Wie das so ist bei Flohmärkten, hat man zwar hinterher gefühlt genauso viel in den Kartons wie vorher, aber wenn man mit 126,60 Euro (theoretisch müsste man jetzt noch die Standgebühr dazurechnen, DAS haben wir ja mitverdient) nach Hause geht, ist das schon ganz gut, oder nicht?

 

Die Kartons stehen jetzt jedenfalls bereit für den nächsten Flohmarkt. Es wäre schön, wenn ab jetzt immer noch mal ein paar Spenden dazukommen, denn das war bestimmt nicht unser letzter Flohmarkt!

 

Fazit: Obwohl es anstrengend war und wir hinterher gut schlafen konnten (diplomatisch ausgedrückt … wir waren todmüde und unsre Augen haben gebrannt) …
Schön war’s!