Die Gefährten des Sturms

am Ende ein Salamibrot?

Aus der Pferde"-Sport"-Welt

 

Military-DM nach Todesfall abgebrochen

Auszug aus Focus online - Sonntag, 05.08.2007, 13:36h

 

Beispiel.

 

Die deutsche Reiterin Tina Richter-Vietor. Die deutsche Vielseitigkeits-Reiterei ist zum zweiten Mal innerhalb einer Woche durch einen tödlichen Unfall erschüttert worden: Die 32 Jahre alte Reiterin Tina Richter-Vietor aus Ganderkesee bei Bremen stürzte am Samstag in einer Rahmenprüfung der Deutschen Meisterschaft so schwer, dass auch ein sofort am Unglücksort eingetroffener Arzt nur noch den Tod feststellen konnte. Kollegen und Funktionäre waren darüber so bestürzt, dass zum ersten Mal in der Geschichte deutscher Vielseitigkeits-Championate die Meisterschaft abgebrochen und annulliert wurde. Erst vor sieben Tagen war die 40-jährige Anke Wolf aus Böbs bei Bad Schwartau bei einem fast identischen Unfall in Harburg ums Leben gekommen. Zwei Menschen sind beim "Pferdesport" tödlich verunglückt. Man ist bestürzt, die Meisterschaften werden abgebrochen, jedoch kein Wort über die Pferde, was war die Ursache ihres Sturzes, wie gequält waren sie; denn sie hatten keine Wahl wie ihre Reiter, die sich diesen "Sport" ausgesucht hatten; für die ebenfalls die Volksweisheit gilt "wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um". Die Frage ist, wie bei diesem harten Sport, die Pferde zu ihren Leistungen gebracht werden. Was wird den Pferden alles angetan, damit das Rennen zugunsten des Besitzers ausgeht? Die Berichte zeigen Foltermethoden auf, die für Menschen geächtet und verboten sind: Stromschläge in der Startbox, als Ansporn schneller zu laufen, Reiszwecken in den Gamaschen, damit das Pferd bei Berührung eines Hindernisses einen Schmerz verspürt und höher springt. Auf Videos kann man gemeine Tricks der Reiter sehen: Die Springhürden sind viel zu groß und zu breit, Sporen (Stahlstifte) an den Reiterstiefeln, Gerten in den Händen, Kopfhalfter mit dem heute schon verpönten Mundstahl ...Pferdestress pur. Fazit: All dies wird einem Wesen angetan, das die Besitzer "ihren besten Freund" nennen. Würde mit diesen Foltermethoden ein Häftling in Guatanamo verhört, ständen Amnesty international und andere Menschenrechtskommissionen auf dem Plan!! Menschen, die dies einem unschuldigen Tier antun, möchte ich nicht zum Freund haben, ihnen reiche ich nicht die Hände - Hände, die Gerten halten, foltern - man müsste sich nach einem Händedruck die Hände waschen vor Ekel!

Zwei Menschen sind beim „Pferdesport“ tödlich verunglückt. Man ist bestürzt, die Meisterschaften werden abgebrochen, jedoch kein Wort über die Pferde, was war die Ursache ihres Sturzes, wie gequält waren sie; denn sie hatten keine Wahl wie ihre Reiter, die sich diesen „Sport“ ausgesucht hatten; für die ebenfalls die Volksweisheit gilt „wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“. Die Frage ist, wie bei diesem harten Sport, die Pferde zu ihren Leistungen gebracht werden. Was wird den Pferden alles angetan, damit das Rennen zugunsten des Besitzers ausgeht? Die Berichte zeigen Foltermethoden auf, die für Menschen geächtet und verboten sind: Stromschläge in der Startbox, als Ansporn schneller zu laufen, Reiszwecken in den Gamaschen, damit das Pferd bei Berührung eines Hindernisses einen Schmerz verspürt und höher springt. Auf Videos kann man gemeine Tricks der Reiter sehen: Die Springhürden sind viel zu groß und zu breit, Sporen (Stahlstifte) an den Reiterstiefeln, Gerten in den Händen, Kopfhalfter mit dem heute schon verpönten Mundstahl ...Pferdestress pur. Fazit: All dies wird einem Wesen angetan, das die Besitzer „ihren besten Freund“ nennen. Würde mit diesen Foltermethoden ein Häftling in Guatanamo verhört, ständen Amnesty international und andere Menschenrechtskommissionen auf dem Plan!!

Menschen, die dies einem unschuldigen Tier antun, möchte ich nicht zum Freund haben, ihnen reiche ich nicht die Hände – Hände, die Gerten halten, foltern – man müsste sich nach einem Händedruck die Hände waschen vor Ekel!

Ekel erfasst den Pferdefreund auch bei der besonders „royalen Sportart“

Pferde-Polo

  • in allen Variationen: on beach, on snow and ice –

eigentlich müsste man sagen „on the rocks“; denn, was an Anstrengung und Akrobatik dem Tier in dieser Sportart abverlangt wird, kommt der Leistung eines Bergsteigers gleich, nur dass dieser nicht ständig mit dem Treffer eines Schlägers rechnen muss, dass ihm niemand dauernd in die Seiten tritt oder am Kopf reißt. Was heißt da „Chukka“ (Austausch), wenn die Flanken blutig getreten, die Knochen zerschlagen sind!

Da kann man nur Prosit sagen mit klingendem Champagner-Glas, Madame wirft sich den neuen Seal über die Schulter, das Blut der erschlagenen Robben-Babies ist ja nicht mehr zu sehen...

 

Aufgebretzel für Ascot - die arme Welt der Reichen und Schönen
Aufgebretzel für Ascot - die arme Welt der Reichen und Schönen

Turf (Pferderennen, alle Arten)

 

Auch für den Laien ist Ascot ein Begriff: Die Welt der Reichen und Schönen, besonders "Ladies' Day", sich auszeichnend durch Champagner in Strömen und Hut extrem - Pferdewetten sind angesagt, die Königin beehrt mit ihrem Besuch. Doch 2011 ein einschneidendes Erlebnis, einige Herren im Cut prügeln sich, angeblich für eine "Dame" oder nur wegen falsch beratener Wette? Die Herren vom Musikcorps trennen die Kampfhähne..."Ascot ist nicht mehr, was es einmal war", bedauerten die Kommentatoren der BBC. "300 Jahre lang war es der Sommerhöhepunkt der Reichen und Einflussreichen", schrieb die "Daily Mail". "Inzwischen aber scheint sich Royal Ascot zunehmender Beliebtheit bei einer weniger vornehmen Gattung von Liebhabern der Pferderennen zu erfreuen." Der "Mirror" zitiert einen Ascot-Besucher, der gesagt haben soll, die Veranstaltung sei wirklich vor die Hunde gegangen. Weniger vornehm? Die Daily Mail irrt sich. Die Reichen und Einflussreichen, entblößt jeglicher Scham, zeigen nur was in ihnen steckt, das Bildnis des Dorian Gray par excellence; das ist "royale Art";denn mit Prügel und Doping werden die Pferde zu Hochleistungen gezwungen, bewusst wird gegen Tierschutzgesetze verstoßen, was schwerwiegende Krankheiten zur Folge hat: Rennpferde sind prädestiniert für sogenannte "exercise induced pulmonary haemorrhage" (EIPH - trainingsbedingte Lungenblutung): Eine Krankheit, bei der sich als Folge von physischer Überbelastung in Lunge und Luftröhre Blut ansammelt. Einer australischen Studie zufolge leiden 42% von 1.180 Pferden an der EIPH. Ein hoher Prozentsatz der Rennpferde lahmt. Kniefrakturen kommen ebenso häufig vor wie Gelenkstauchungen, Sehnenzerrungen und wunde Stellen am Schienbein. Die Tierärztin des Deutschen Tierschutzbundes, Frau Dr. Elke Deininger, forderte im Jahre 2009 gegebenüber taz.de ein Ende des Hochleistungssportes für Pferde und bemängelte, dass sich viele Tierärzte, wider besseres Wissen und mit wissentlichem Verstoß gegen den Paragraphen 32 des Tierschutzgesetzes, zu diesen Handlungen gegen gutes Geld hinreißen lassen. Sie nannte es einen " ungeahnten Sumpf in der Szene", was auch oft den Tod der Tiere auf der Rennbahn zur Folge hat. Gleichzeitig prangerte sie auch die Gepflogenheit des "Barrens" der Pferde im Springreiten an, was bedeutet, dass den Pferden mit einer Stange vor die Schienbeine geschlagen wird, um sie durch den Schmerz zu höheren Sprüngen zu zwingen. Auch in dieser Disziplin zeigen sich Grausamkeit und Verantwortungslosigkeit, eindrucksvoll durch den Journalisten Rolf Kunkel in seiner Reportage "Tod am vierten Hindernis" dargestellt, dem "brutal-gefährlichen" Hindernisrennen in Pardubitz (ehem. CSSR), wofür er 1980 den Egon-Erwin-Kisch-Preis erhielt (Quelle Wikipedia: Rolf Kunkel). Die Schilderung des Zusammenbruchs der Pferde, das "Erledigen" durch Bolzenschüsse vor den Augen der johlenden Zuschauer und der abschließene Abtransport des "Fleisches" (der toten Tiere) durch den Metzger dreht einem den Magen um. Welche Leistungen ein Pferd bringt, wenn es in einem guten Verhältnis zu seinem Reiter steht und dieser gesundheitlich nicht in der Lage ist, durch den üblichen Schenkeldruck Befehle an das Pferd zu geben, zeigte sich 1956 bei den Olympischen Spielen in Stockholm. Hans Günther Winkler war durch eine akute schmerzhafte Verletzung nicht fähig, die kaprizöse Halla (die sich nicht gerne anfassen ließ) durch Schenkeldruck zum Springen zu bewegen und führte sie nur immer an die Hindernisse heran, aber Halla sprang (was ihrem Reiter fürchterliche Schmerzen verursachte und ihn jedes Mal aufschreien ließ) jeden Sprung fehlerfrei. Damit führte sie die deutsche Mannschaft (u.a. auch mit Fritz Thiedemann und "Meteor") zum Sieg. Halla starb 1979 im biblischen Alter von 34 Jahren. Wiegen wir uns aber nicht aufgrund dieser Erfolgsgeschichte in Sicherheit, die Wahrheit ist, wie eine Insiderin, die nicht genannt werden will, zu berichten weiß, dass Pferde, die in der Disziplin "Springreiten" "nichts mehr bringen", deutlicher gesagt, keine Einnahmen mehr verschaffen, bewusst "gegen die Wand" geritten werden, um wenigstens noch ein erkleckliches Versicherungssümmchen zu kassieren. Auch in dieser Hinsicht ist der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ein alltägliches Ereignis.

Hans-Günther Winkler und Halla
Hans-Günther Winkler und Halla
Halla, imSprung
Halla, imSprung

Tod eines Polopferdes während eines Gewitters
Tod eines Polopferdes während eines Gewitters

Ekel erfasst den Pferdefreund auch bei der besonders „royalen Sportart“

Pferde-Polo

  • in allen Variationen: on beach, on snow and ice –

eigentlich müsste man sagen „on the rocks“; denn, was an Anstrengung und Akrobatik dem Tier in dieser Sportart abverlangt wird, kommt der Leistung eines Bergsteigers gleich, nur dass dieser nicht ständig mit dem Treffer eines Schlägers rechnen muss, dass ihm niemand dauernd in die Seiten tritt oder am Kopf reißt. Was heißt da „Chukka“ (Austausch), wenn die Flanken blutig getreten, die Knochen zerschlagen sind!

Da kann man nur Prosit sagen mit klingendem Champagner-Glas, Madame wirft sich den neuen Seal über die Schulter, das Blut der erschlagenen Robben-Babies ist ja nicht mehr zu sehen...

Angesichts dieser Tierquälerei klingt die Statistik des Tiermediziners und Sachverständigen Dr. Reinhard Kaun über menschliche Unfälle im Pferdesport wie ein Hohn:

Im Jahre 2008  ereigneten sich im Pferdesport 5100 Unfälle. In 1000 Fällen waren Männer betroffen,  4100 Frauen wurden verletzt. Die Altersverteilung zeigt folgendes Bild: 1900 Unfälle betrafen Kinder und Jugendliche (0 bis 14 Jahre), 3100 Mal waren Personen mittleren Alters (15 – 59) betroffen und bei 100 Unfällen kamen Pferdesportler der Generation „60 plus“ zu Schaden.

Auch die hauptsächlich verletzten Körperteile sind genau statistisch erfasst:

  • Kopf                                 1200 Fälle

  • Obere Extremität               1600 Fälle

  • Untere Extremität              1000 Fälle

  • Andere Körperteile             1300 Fälle.

Reitsport rangiert unter allen Sportarten zwar in der Unfallstatistik „nur“ auf Rang 13, dies hängt aber im Wesentlichen damit zusammen, dass der Pferdesport nicht annähernd jene Breite hat, die andere Sportarten haben, wie z.B. Fußball, der auf Rang 1 steht.

 

Die Besonderheit im Pferdesport liegt im schwer berechenbaren „Sportpartner Pferd“, von dem die „typische Tiergefahr“ als Grundrisiko ausgeht. Dass dabei Dr. Kaun von einer „typischen Tiergefahr“ spricht, schlägt dem Fass den Boden aus – das Pferd ein Feind?! Bei der gebotenen Harmonie zwischen Reiter und Pferd, die einerseits auf fundiertem Pferdesachverstand beruht, andererseits aus dem Begreifen und Verstehen des eigenen Tiers, dürfte sich die „typische Tiergefahr“ doch in Grenzen halten, wie viel mehr gehen doch Gefahren vom Menschen für das Tier aus, was Dr. Kaun folgendermaßen beschreibt: Durch Dummheit, schlechte Ausbildung und geringem Sicherheitsbewusstsein kommt es häufig zu einer unnötigen Erhöhung des erlaubten Risikos im Pferdesport und dadurch zu schweren Unfällen.Und nun zur Kaun’schen Quintessenz: Die ARS – Seminare „Ausbildung zum Sicherheitsexperten PFERD“ sowie „Lieblings-, Sport- und Nutztiere“ (Referent Dr.Kaun) zeigen die kritischen Situationen auf und bietet...

Tja, am Pferd lässt sich auf vielfältige Weise verdienen!

Viele Pferdesportarten sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, dazu schreibt ein anderer Veterinär, Pferdesachverständiger und Buchautor, der renommierte Tierarzt Dr. vet. Maximilian Pick, in Pro Equo und www.gute-erde.org:

Das Reiten und Fahren wurde im Sinne einer Reit-, bzw. Fahr-„kunst“ gepflegt und der Wunsch nach einem schnellen Pferd schuf den Rennsport.
Heute ist das Pferd fast ganz auf den Pferdesport reduziert: Die Freizeitreiter galoppieren - mehr oder weniger gekonnt - durch die
Landschaft, die Turnierreiter testen ihr tierisches Sportgerät im Parcours, Viereck oder im Gelände, die Polospieler auf dem Spielfeld.
Im Rennsport versucht man mit dem Pferd Geld „zu machen“, man wettet.
Vor wenigen Jahrzehnten schwappte aus Amerika ein neuer Trend des Pferdesports, das Westernreiten, zu uns herüber . Wer will nicht auch mal ein Cowboy sein?
Muss man wirklich alles, was früher einen Sinn machte, ad ultimo fortsetzen. Wo sind die Grenzen für den Pferdesport?
Das Tier – und somit auch das Pferd - wurde heute von der Gesellschaft (und den Gesetzen) zum Mitgeschöpf erklärt und der Tierschutz in das Grundgesetz übernommen.

Es mag sein, dass der Pferdesport zum Erhalt vieler Pferderassen beigetragen hat, aber er hat durch seine überzogenen Anforderungen, durch den maßlosen Ehrgeiz der Sportbetreiber das Pferd, ein sensibles, fühlendes, atmendes Wesen zum Sportgerät verkommen lassen, entgegen des Tierschutzgesetzes, das seit 2002 mit folgendem Text im deutschen Grundgesetz verankert ist:

Das Tier im Grundgesetz

Artikel 20 a GG

   

 

Tierschutz: Geändertes Grundgesetz ab 1.8.2002

Weitgehend unbemerkt von der Allgemeinheit stimmte der Bundestag am 1

7. Mai 2002 mit der erforderlichen qualifizierten Mehrheit für die Aufnahme

des Tierschutzes in das Grundgesetz.

Der Bundesrat stimmte dieser Entscheidung am 21. Juni 2002 zu.

Die Änderung des Grundgesetzes besteht in der Ergänzung des bisherigen

Artikels 20 a um die drei Worte »und die Tiere«. Die Neufassung ist zum

1. August 2002 in Kraft getreten.
Der neue Art. 20 a Grundgesetz hat nun folgenden Wortlaut:
„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen

die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmässigen

Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch

die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Was heißt das für den Tierfreund? Tiere sind keine Sache mehr, sondern Mitgeschöpfe,

die durch den Staat geschützt werden sollen. 

Wann und wo immer in Deutschland Tiermissbrauch gesehen , dokumentiert und

damit bewiesen wird, besteht die Möglichkeit, diesen anzuzeigen, wenn es sein

muss mit Hilfe von Tierschutzbehörden oder –organisationen.

 

Es mag sein, dass vieles auf alten Traditionen beruht, aber in dem Stand neuer

Erkenntnisse, gibt es immer wieder Gründe, Traditionen zu verändern. Wir trinken

heute auch nicht mehr das Blut unserer Feinde, opfern nicht mehr dem keltischen

Taranis durch Verbrennen der menschlichen Opfer in Körben oder auf germanischen

Altären, auf den Kanaren gar ist mittlerweile die „heilige Kuh“ Stierkampf verboten.

Wann immer eine Tradition im Sinne der Menschlichkeit und des Tierschutzes

gebrochen wird, ist es eine edle Tat, sozusagen „royal“ im ursprünglichen Sinn.

 

 

Deshalb Flagge zeigen für die Pferde, Tiermissbrauch anzeigen und dadurch ausrotten!

                                  Mit Angst in den so treuen Augen,
                                     beim letzten Weg voller Qual,
                               blickt suchend nach dir in der Runde
                                      und wiehert ein letztes Mal